Die neue R290 Luft-Wasser Wärmepumpe von Olymp

Neue R290 Luft/Wasser-Wärmepumpe: kompakt, modulierend und selbst entwickelt

Mit der neuen kompakten Luft/Wasser-Wärmepumpe arbeitet Olymp derzeit an einer Lösung, die mehrere aktuelle Anforderungen an moderne Heiztechnik miteinander verbindet: natürliches Kältemittel, modulierenden Betrieb, kompakte Bauweise und eine Konstruktion, die zu einem großen Teil direkt im eigenen Werk entsteht.

Noch befindet sich das Gerät in der finalen Entwicklungsphase. Ein wichtiger Meilenstein ist allerdings bereits erreicht: Die offizielle technische Prüfung wurde erfolgreich abgeschlossen. Aktuell geht es vor allem noch um die letzten konstruktiven Details und die finale Gestaltung des Außengerätes.

Damit geben wir bewusst schon jetzt einen ersten Einblick in ein Produkt, das technisch weit fortgeschritten ist, optisch aber noch nicht vollständig seinem späteren Serienstand entspricht.

Eigenentwicklung aus Tirol

Ein wesentlicher Unterschied zu vielen Geräten am Markt liegt bereits in der Fertigung: Die neue Wärmepumpe wird bei Olymp in Ötztal Bahnhof nahezu vollständig selbst gebaut.

Das bedeutet, dass zentrale Schritte von der Konstruktion über den Aufbau bis zur Abstimmung der einzelnen Komponenten im eigenen Haus erfolgen. Gerade bei einem technisch komplexen Produkt wie einer Wärmepumpe ist das ein wichtiger Punkt: Verdichter, Wärmeübertrager, Ventilator, Hydraulik, Regelung und Kältekreis müssen nicht nur für sich funktionieren, sondern optimal zusammenspielen.

Die hohe Fertigungstiefe ermöglicht es uns, genau auf dieses Zusammenspiel Einfluss zu nehmen und das Gerät als Gesamtsystem zu entwickeln.

Technisch geprüft – im Design noch in Entwicklung

Die technische Entwicklung eines neuen Wärmepumpengerätes besteht aus zahlreichen einzelnen Schritten. Einer der wichtigsten davon ist bereits abgeschlossen: Die offizielle Prüfung der neuen Olymp Wärmepumpe wurde erfolgreich bestanden.

Damit ist ein wesentlicher technischer Meilenstein erreicht.

Noch nicht vollständig abgeschlossen ist hingegen die äußere Gestaltung. Gehäuse, Details und finales Erscheinungsbild werden derzeit weiter ausgearbeitet und können sich bis zum Serienstart noch verändern.

Auch deshalb zeigen wir das Gerät aktuell noch nicht in seiner endgültigen Form. Der Schwerpunkt liegt derzeit klar auf der technischen Entwicklung und der Abstimmung des Gesamtsystems.

R290: Kältemittel mit erweitertem Einsatzbereich

Als Kältemittel kommt R290 – also Propan – zum Einsatz. R290 weist ein sehr geringes Treibhauspotenzial auf. Damit ist es aus ökologischer Sicht eine interessante Alternative zu vielen anderen synthetischen Kältemitteln.

Gleichzeitig bringt R290 sehr gute thermodynamische Eigenschaften für den Einsatz in Wärmepumpen mit. Ein wesentlicher Vorteil ist dabei die Möglichkeit, auch höhere Vorlauftemperaturen bereitzustellen. Gerade in der Sanierung kann das den Einsatzbereich einer Wärmepumpe deutlich erweitern – etwa dort, wo bestehende Heizflächen höhere Temperaturen benötigen.

Für das Olymp System ist dieser Punkt beinahe schon ein zusätzlicher Bonus. Denn mit unseren Aluminium-Heizkörpern verfolgen wir grundsätzlich einen anderen Ansatz: Durch entsprechend ausgelegte Heizflächen können Wärmepumpensysteme auch mit vergleichsweise niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden.

Trotzdem ist die Möglichkeit höherer Vorlauftemperaturen ein wichtiger Vorteil. Sie macht die neue Wärmepumpe flexibler und eröffnet Anwendungen auch dort, wo nicht das gesamte Wärmeabgabesystem optimal auf niedrige Temperaturen ausgelegt ist.

So entsteht eine Lösung, die sowohl hervorragend mit unserem eigenen Niedertemperatur-System zusammenspielt als auch für einen deutlich breiteren Einsatzbereich geeignet ist.

Eine Besonderheit: der Druckventilator

Bei der Luftführung gehen wir einen Weg, der bei kompakten Luft/Wasser-Wärmepumpen nicht selbstverständlich ist.

Die Umgebungsluft wird von oben angesaugt und anschließend nach unten durch das Gerät gedrückt. Dafür kommt ein sogenannter Druckventilator zum Einsatz.

Warum ist das interessant?

Bei einer Wärmepumpe muss eine große Luftmenge möglichst gleichmäßig über den Verdampfer geführt werden. Dabei entstehen zwangsläufig Strömungswiderstände. Die Auslegung des Ventilators und die gesamte Luftführung haben deshalb direkten Einfluss auf Effizienz, Akustik und Betriebsverhalten.

Beim Druckprinzip befindet sich der Ventilator so im Luftstrom, dass er die Luft durch die nachfolgenden Komponenten drückt. In Kombination mit einer entsprechend ausgelegten Gerätegeometrie lässt sich die Luft gezielt durch den Wärmetauscher führen.

Die Luftströmung wurde damit nicht als Nebenaspekt behandelt, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil der Konstruktion.

Luft von oben hinein – nach unten hinaus

Auch die Richtung der Luftführung wurde bewusst gewählt.

Die Wärmepumpe saugt die Außenluft im oberen Bereich an. Nach der Energieaufnahme am Verdampfer wird die abgekühlte Luft nach unten abgeführt.

Das unterscheidet sich deutlich von vielen klassischen Außengeräten, bei denen die Luft beispielsweise horizontal durch das Gerät geführt und nach vorne oder seitlich ausgeblasen wird.

Gerade bei der Aufstellung spielt die Luftführung eine wichtige Rolle. Luftkurzschlüsse – also das erneute Ansaugen bereits abgekühlter Ausblasluft – sollen durch eine geeignete Konstruktion und fachgerechte Aufstellung möglichst vermieden werden.

Kompaktes Außengerät mit geringerem Platzbedarf

Auch wenn die neue Wärmepumpe selbstverständlich als Außengerät ausgeführt ist, war eine möglichst kompakte Bauweise ein zentrales Entwicklungsziel.

Denn gerade rund ums Gebäude ist verfügbarer Platz nicht immer selbstverständlich. Grundstücksgrenzen, Wege, Terrassen, Fenster, Zufahrten oder bestehende bauliche Gegebenheiten schränken die möglichen Aufstellorte häufig ein.

Ein kompakter Aufbau kann hier entscheidende Vorteile bringen.

Ziel war es deshalb, die notwendige Wärmepumpentechnik möglichst platzsparend in einem Außengerät unterzubringen, ohne dabei Luftführung, Zugänglichkeit oder Servicefreundlichkeit unnötig zu beeinträchtigen.

Das Ergebnis ist ein kompakt aufgebautes Gerät, das sich auch dort leichter integrieren lässt, wo klassische Außeneinheiten schnell viel Raum beanspruchen.

Modulierender Betrieb: Leistung dann, wenn sie gebraucht wird

Die neue Wärmepumpe arbeitet modulierend.

Das bedeutet: Sie kennt nicht nur die beiden Zustände ein und aus, sondern kann ihre Heizleistung innerhalb ihres Arbeitsbereiches an den tatsächlichen Wärmebedarf des Gebäudes anpassen.

Benötigt das Gebäude beispielsweise während der Übergangszeit nur wenig Heizleistung, reduziert die Wärmepumpe ihre Leistung entsprechend. Erst bei steigender Heizlast wird die Leistung erhöht.

Das bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • längere und gleichmäßigere Laufzeiten,
  • weniger unnötige Start-Stopp-Zyklen,
  • bessere Anpassung an den tatsächlichen Wärmebedarf,
  • einen ruhigen Anlagenbetrieb
  • und günstige Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb.

Gerade weil Gebäude während eines Großteils der Heizperiode deutlich weniger Leistung benötigen als am kältesten Wintertag, ist diese Anpassungsfähigkeit besonders wichtig.

Entscheidend ist nicht eine einzelne Komponente

Bei Wärmepumpen wird häufig über einzelne Kennzahlen gesprochen: Kältemittel, COP, Vorlauftemperatur, Verdichter oder Schallleistung.

In der Praxis entscheidet jedoch das Gesamtsystem.

  • Wie gut arbeitet der Verdichter im Teillastbereich?
  • Wird der Verdampfer gleichmäßig durchströmt?
  • Wie arbeitet die Regelung?
  • Kann das System gut auf unterschiedliche Außentemperaturen reagieren?
  • Wie erfolgt die Abtauung?
  • Und wie gut harmoniert die Wärmepumpe mit dem Heizsystem im Gebäude?

Genau deshalb entwickeln wir die neue kompakte Wärmepumpe nicht um eine einzelne technische Eigenschaft herum: R290, Druckventilator, modulierender Betrieb und kompakte Konstruktion sind Teile eines gemeinsamen Anlagenkonzeptes.

Wärmepumpe und Wärmeabgabe gemeinsam denken

Eine effiziente Wärmepumpe endet außerdem nicht am Gerät selbst.

Auch die Wärmeverteilung im Gebäude hat großen Einfluss darauf, wie effizient das Gesamtsystem arbeiten kann. Je niedriger die notwendige Vorlauftemperatur, desto günstiger sind in der Regel die Betriebsbedingungen einer Wärmepumpe.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Fußbodenheizung notwendig ist.

Auch ausreichend dimensionierte Heizkörper können hervorragend mit einer Wärmepumpe zusammenspielen. Genau hier liegt für Olymp ein besonderer Vorteil: Wärmeerzeugung und Wärmeabgabe können gemeinsam betrachtet und aufeinander abgestimmt werden.

Mit unseren Aluminium-Heizkörpern lassen sich auch klassische Heizkörpersysteme für niedrige Systemtemperaturen auslegen. Gerade in der Sanierung kann daraus eine interessante Gesamtlösung entstehen – ohne dass zwingend das komplette Wärmeabgabesystem auf Flächenheizung umgestellt werden muss.

Häufige Fragen zur R290 Luft/Wasser-Wärmepumpe

Was ist R290 bei einer Wärmepumpe?

R290 ist die Kältemittelbezeichnung für Propan. Es handelt sich um ein Kältemittel mit sehr niedrigem Treibhauspotenzial. Aufgrund seiner thermodynamischen Eigenschaften eignet sich R290 sehr gut für den Einsatz in modernen Wärmepumpensystemen.

Kann eine R290 Wärmepumpe hohe Vorlauftemperaturen erreichen?

R290 ermöglicht grundsätzlich auch vergleichsweise hohe Vorlauftemperaturen. Das kann insbesondere im Gebäudebestand von Vorteil sein, wenn vorhandene Heizflächen höhere Temperaturen benötigen.

Für einen möglichst effizienten Betrieb einer Wärmepumpe bleiben niedrige Systemtemperaturen dennoch das Ziel. Genau deshalb kombinieren wir unsere Wärmepumpen bevorzugt mit entsprechend ausgelegten Olymp Aluminium-Heizkörpern. So kann die Anlage mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten – die Möglichkeit höherer Temperaturen bleibt aber dort erhalten, wo sie tatsächlich benötigt wird.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch mit Heizkörpern?

Ja. Eine Wärmepumpe ist keineswegs ausschließlich an eine Fußbodenheizung gebunden. Entscheidend ist, wie groß die vorhandenen Heizflächen sind und welche Vorlauftemperatur benötigt wird, um das Gebäude ausreichend zu beheizen. Entsprechend dimensionierte Heizkörper können auch bei niedrigen Systemtemperaturen genügend Wärme abgeben.

Gerade in der Sanierung kann diese Kombination interessant sein, weil eine bestehende Heizkörperanlage nicht zwangsläufig vollständig durch eine Flächenheizung ersetzt werden muss.

Was bedeutet modulierender Betrieb bei einer Wärmepumpe?

Eine modulierende Wärmepumpe passt ihre Leistung innerhalb eines bestimmten Bereichs laufend an den aktuellen Wärmebedarf des Gebäudes an.

Statt ständig zwischen voller Leistung und Stillstand zu wechseln, kann die Wärmepumpe ihre Leistung reduzieren, wenn weniger Wärme benötigt wird. Dadurch entstehen längere Laufzeiten und weniger Start-Stopp-Vorgänge – gute Voraussetzungen für einen gleichmäßigen und effizienten Anlagenbetrieb.

Was ist das Besondere am Druckventilator der Olymp Wärmepumpe?

Bei der neuen Olymp Wärmepumpe wird die Außenluft im oberen Bereich angesaugt und anschließend durch das Gerät nach unten gedrückt.

Der verwendete Druckventilator ist damit Teil eines bewusst entwickelten Luftführungskonzeptes. Ziel ist es, die benötigte Luftmenge möglichst gezielt und gleichmäßig durch den Wärmetauscher zu führen.

Gerade weil die Luftseite einen wesentlichen Einfluss auf das Betriebsverhalten einer Luft/Wasser-Wärmepumpe hat, wurde dieser Bereich bei der Konstruktion nicht einfach als Standardlösung übernommen, sondern gezielt auf das Gerät abgestimmt.

Ist die neue Olymp R290 Wärmepumpe bereits erhältlich?

Noch nicht. Die neue Wärmepumpe befindet sich derzeit in der finalen Entwicklungsphase.

Die offizielle technische Prüfung wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Aktuell werden noch letzte konstruktive Details sowie das finale Design des Außengerätes ausgearbeitet. Aus diesem Grund können sich Ausführung und Erscheinungsbild bis zur endgültigen Serienversion noch verändern.

Auf dem Weg zur Serienreife

Für uns ist die neue Luft/Wasser-Wärmepumpe mehr als ein weiteres Produkt im Sortiment. Sie steht für einen Ansatz, den wir bereits seit vielen Jahren verfolgen: Heiztechnik möglichst umfassend selbst verstehen, entwickeln und produzieren.

Die Kombination aus R290, modulierendem Betrieb, einer besonderen Luftführung mit Druckventilator und einer kompakten Bauform ist das Ergebnis dieser Entwicklung.

Ein entscheidender Schritt ist mit der erfolgreich bestandenen offiziellen Prüfung bereits geschafft. In der aktuellen finalen Entwicklungsphase geht es nun darum, technische Details und Gestaltung bis zur späteren Serienausführung konsequent zu Ende zu führen.

Damit entsteht eine Wärmepumpe, die sich möglichst flexibel an unterschiedliche Gebäude und Heizsysteme anpassen soll – vom konsequent auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegten Olymp System bis hin zu bestehenden Anlagen, bei denen höhere Temperaturen erforderlich sind.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert